Sing, my heart, the gardens you never walked,
like gardens sealed in glass balls, unreachable.
Sing the waters and roses of Isfahan and Shiraz;
praise them, lush beyond compare.
Swear, my heart, that you will never give them up.
That the figs they ripened ripened for you.
That you could tell by its fragrance
each blossoming branch.
Don't imagine you could ever let them go
once they made the daring choice: to be!
Like a silken thread, you entered the weaving.
Whatever image you take within you deeply,
even for a moment in a lifetime of pain,
see how it reveals the whole—the great tapestry.
Singe die Gärten, mein Herz, die du nicht kennst; wie in Glas
eingegossene Gärten, klar, unerreichbar.
Wasser und Rosen von Ispahan oder Schiras,
singe sie selig, preise sie, keinem vergleichbar.
Zeige, mein Herz, daß du sie niemals entbehrst.
Daß sie dich meinen, ihre reifenden Feigen.
Daß du mit ihren, zwischen den blühenden Zweigen
wie zum Gesicht gesteigerten Lüften verkehrst.
Meide den Irrtum, daß es Entbehrungen gebe
für den geschehnen Entschluß, diesen: zu sein!
Seidener Faden, kamst du hinein ins Gewebe.
Welchem der Bilder du auch im Innern geeint bist
(sei es selbst ein Moment aus dem Leben der Pein),
fühl, daß der ganze, der rühmliche Teppich gemeint ist.
[Zweiter Teil, XXI]
[Rainer Maria Rilke {1875-1926} "Part Two, XXI" from 'Sonnets to Orpheus', in In Praise of Morality: Selections from Rainer Maria Rilke's Duino Elegies and Sonnets to Orpheus, trans. and ed. by Anita Barrows and Joanna Macy]
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